Ovale Legende: Rennsteiglauf 2005!


Rennsteiglauf: "Genuss über Stock und Stein"

Lauftreff des Sportclubs Bad Münder in Oberhof / Glänzendes Abschneiden in drei Kategorien

Leichtathletik (ndz). Auf zum 33. Guths-Muths-Rennsteiglauf hieß es nach fast einjähriger Vorplanung für eine 15-köpfige Reisegruppe des Lauftreffs des Sportclubs Bad Münder. Die Teilnahme am Mythos Rennsteiglauf, dem härtesten und größten Crosslauf in Europa, stand für 12 Starter schon länger auf der Wunschliste.

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Das ist die 15-köpfige Reisegruppe des Lauftreffs des Sportclubs Bad Münder, die am Rennsteiglauf in und um Oberhof herum teilgenommen hat. Erneut erreichten die Aktiven gute Zeiten und Platzierungen. Foto: pr.

Das mündersche Aufgebot war mit dem Wochenende dem Wettkampf und der Veranstaltung sehr zufrieden. Der Erfolg: Einige haben bereits jetzt das Quartier für den Rennsteiglauf 2006 gebucht.

Das Besondere an dem legendären Lauf ist die Herausforderung durch die Streckenprofile: Zahlreiche Anstiege, so bis zu insgesamt 1490 Höhenmeter auf der Ultrastrecke, und entsprechende Gefällenstrecken waren zu bewältigen.

Um 4 Uhr standen die Ultraläufer Jörg Schwanebeck, Detlef Erasmus, Jürgen Keller und Andreas Webner an der Bushaltestelle in Oberhof, um mit dem Bus nach Eisenach zu fahren. Um 6 Uhr ging es auf die Supermarathonstrecke von 72,7 Kilometer.

Zur gleichen Zeit stiegen Matthias Stehn und Hermann Koch in Oberhof in den Bus, um nach Neuhaus zum Marathonstartüber 43,1 Kilometer zu fahren. Die Anreise dauerte 2 Stunden und 20 Minuten. Inzwischen hatten sich die Halbmarathonläufer mit dem Lied "Lebt denn der alte Holzmichel noch" und La-Ola-Wellen für den Lauf über 21,1 Kilometer aufgewärmt und schon die Hälfte der Strecke hinter sich.

Nach dem traditionell am Marathonstart gesungenen "Schneewalzer" gingen auch Stehn und Koch um 9 Uhr auf die Reise.

Zur gleichen Zeit hatten die "Ultras" die größten Anstiege von 250 auf 917 Meter am Großen Inselsberg und 25 Kilometer hinter sich. Hier hatte sich Detlef Erasmus etwas hinter Jörg Schwanebeck und Jürgen Keller zurückfallen lassen, offensichtlich die bessere Taktik, wie sich später herausstellen sollte. Denn bei 37,5 Kilometern holte er diese beiden wieder ein und machte sich bei Kilometer 45 auf und davon.

Beim Halbmarathon setzten Viola Bachmann mit Platz 5 in der AK W 30 in 1:46:32 Stunden und Ralf Duske in der AK M 35 in 1:43:02. Glanzpunkte. Die Halbmarathonstreckeüber den Großen Beerberg (983 m ) als höchsten Punkt des Thüringer Waldes, bezwangen ebenfalls Bernd Wingerter (M 50) in 1:59:42; Carola Keller ( W 45 ) 2:10:19; Silvia Schwanebeck (W 50) 2:22:50 und Heike Wingerter (W 50) 2:32:03, alle mit einer tollen Leistung.

Mittlerweile hatten sich die Ultras aufüber 50 km vorwärts gekämpft. Das Ende des Ultralaufes sehten Schwanebeck und Keller sehnlichst herbei. Sie hatten im Prinzip "die Schnauze voll", der innere Schweinehund musste ständig überwunden werden. Scheinbar "mit der zweiten Luft flog" Erasmus den beiden voran.

Hermann Koch ( M60) kam nach 43,1 Kilometerüber Berg und Tal als 10. seiner Altersklasse mit einer glänzenden Leistung von 3:51 ins Marathonziel. Mathias Stehn biss aufgrund einer Fußverletzung die Zähne zusammen, musste sich mit einer Zeit von 4:26:05 weit unter seinem Leistungsvermögen zufrieden geben.

Zehn Minuten nach Stehn lief Erasmus mit einer tollen Gesamtzeit von 7:36:20 unter Freudentränen ins Ziel. Er wurde unter 1672 Finishern 355. und errang Platz 88 in der AK M 45. Mit 7:55:00 kamen Schwanebeck und Keller (beide M 45) ins Ziel. Sie errangen die Plätze 523 und 524 in der Gesamtwertung. Unerwartet schnell und damit sehr zufrieden kam auch Andreas Webner (M45) nach 8:23 ins Ziel.

© Neue Deister-Zeitung, 31.05.2005

 

 

 

 

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