Rennsteiglauf: "Genuss über
Stock und Stein"
Lauftreff des Sportclubs Bad
Münder in Oberhof / Glänzendes Abschneiden in drei Kategorien
Leichtathletik (ndz). Auf zum 33.
Guths-Muths-Rennsteiglauf hieß es nach fast einjähriger Vorplanung für eine
15-köpfige Reisegruppe des Lauftreffs des Sportclubs Bad Münder. Die Teilnahme
am Mythos Rennsteiglauf, dem härtesten und größten Crosslauf in Europa, stand
für 12 Starter schon länger auf der Wunschliste.

Das ist die 15-köpfige
Reisegruppe des Lauftreffs des Sportclubs Bad Münder, die am Rennsteiglauf in
und um Oberhof herum teilgenommen hat. Erneut erreichten die Aktiven gute Zeiten
und Platzierungen. Foto: pr.
Das mündersche Aufgebot war mit dem
Wochenende dem Wettkampf und der Veranstaltung sehr zufrieden. Der Erfolg:
Einige haben bereits jetzt das Quartier für den Rennsteiglauf 2006 gebucht.
Das Besondere an dem legendären Lauf ist die Herausforderung
durch die Streckenprofile: Zahlreiche Anstiege, so bis zu insgesamt 1490
Höhenmeter auf der Ultrastrecke, und entsprechende Gefällenstrecken waren zu
bewältigen.
Um 4 Uhr standen die Ultraläufer Jörg Schwanebeck, Detlef
Erasmus, Jürgen Keller und Andreas Webner an der Bushaltestelle in Oberhof, um
mit dem Bus nach Eisenach zu fahren. Um 6 Uhr ging es auf die
Supermarathonstrecke von 72,7 Kilometer.
Zur gleichen Zeit stiegen Matthias Stehn und Hermann Koch in
Oberhof in den Bus, um nach Neuhaus zum Marathonstartüber 43,1 Kilometer zu
fahren. Die Anreise dauerte 2 Stunden und 20 Minuten. Inzwischen hatten sich die
Halbmarathonläufer mit dem Lied "Lebt denn der alte Holzmichel noch" und
La-Ola-Wellen für den Lauf über 21,1 Kilometer aufgewärmt und schon die Hälfte
der Strecke hinter sich.
Nach dem traditionell am Marathonstart gesungenen
"Schneewalzer" gingen auch Stehn und Koch um 9 Uhr auf die Reise.
Zur gleichen Zeit hatten die "Ultras" die größten Anstiege von
250 auf 917 Meter am Großen Inselsberg und 25 Kilometer hinter sich. Hier hatte
sich Detlef Erasmus etwas hinter Jörg Schwanebeck und Jürgen Keller zurückfallen
lassen, offensichtlich die bessere Taktik, wie sich später herausstellen sollte.
Denn bei 37,5 Kilometern holte er diese beiden wieder ein und machte sich bei
Kilometer 45 auf und davon.
Beim Halbmarathon setzten Viola Bachmann mit Platz 5 in der AK
W 30 in 1:46:32 Stunden und Ralf Duske in der AK M 35 in 1:43:02. Glanzpunkte.
Die Halbmarathonstreckeüber den Großen Beerberg (983 m ) als höchsten Punkt des
Thüringer Waldes, bezwangen ebenfalls Bernd Wingerter (M 50) in 1:59:42; Carola
Keller ( W 45 ) 2:10:19; Silvia Schwanebeck (W 50) 2:22:50 und Heike Wingerter
(W 50) 2:32:03, alle mit einer tollen Leistung.
Mittlerweile hatten sich die Ultras aufüber 50 km vorwärts
gekämpft. Das Ende des Ultralaufes sehten Schwanebeck und Keller sehnlichst
herbei. Sie hatten im Prinzip "die Schnauze voll", der innere Schweinehund
musste ständig überwunden werden. Scheinbar "mit der zweiten Luft flog" Erasmus
den beiden voran.
Hermann Koch ( M60) kam nach 43,1 Kilometerüber Berg und Tal
als 10. seiner Altersklasse mit einer glänzenden Leistung von 3:51 ins
Marathonziel. Mathias Stehn biss aufgrund einer Fußverletzung die Zähne
zusammen, musste sich mit einer Zeit von 4:26:05 weit unter seinem
Leistungsvermögen zufrieden geben.
Zehn Minuten nach Stehn lief Erasmus mit einer tollen
Gesamtzeit von 7:36:20 unter Freudentränen ins Ziel. Er wurde unter 1672
Finishern 355. und errang Platz 88 in der AK M 45. Mit 7:55:00 kamen Schwanebeck
und Keller (beide M 45) ins Ziel. Sie errangen die Plätze 523 und 524 in der
Gesamtwertung. Unerwartet schnell und damit sehr zufrieden kam auch Andreas
Webner (M45) nach 8:23 ins Ziel.
©
Neue Deister-Zeitung,
31.05.2005
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