Lauftreff-Aktive queren den Harz nach 51 Kilometern
Mündersches Trio stellt sich dem härtesten Crosslauf in Norddeutschland / Eine besondere Herausforderung
Leichtathletik (ndz). Drei Starter des Lauftreff des Sportclubs Bad Münder stellten sich einer Herausforderung der besonderen Art. Für Klaus Peschke (67), Holger Klingebiel (35) und Detlef Erasmus (49) stand der härtesten Crosslauf Norddeutschlands über 51 Kilometer mit insgesamt 1000 Höhenmetern auf dem Programm.

Holger Klingebiel (l.) und Detlef Erasmus nach
dem Zieleinlauf in Nordhausen. Foto: pr.
Gestartet wurde dieser Lauf in Wernigerode, das Ziel ist in Nordhausen aufgebaut - es geht also einmal querüber den Harz.
Der plötzliche Temperatursturz und der Regen der letzten Tage hatte natürlich auch Einfluss auf diesen Lauf. Gleich nach dem Start ging es auf den ersten 3,5 Kilometer fast 300 Höhenmeter hoch. Die matschigen und rutschigen Wald- und Trailwege erforderten einen ständigen Tempowechsel und einiges an Umsicht und Aufmerksamkeit.
Das ständige Auf und Ab erforderte eine gute Rennaufteilung, denn die Läufer wussten nach genauer Studie des Streckenplans, dass der Knackpunkt erst bei Kilometer 34 in Angriff zu nehmen war. Dort ging es erst über Wurzelwerk und Steinplatten in röhrenartigen Trampelpfaden steil zur Haltestelle Sophienhof der Harzquerbahn hinunter.
Unten hatte man dann nur knapp einen Kilometer zum Erholen, bevor der Anstieg zum Poppenberg begann. Nochmals galt es auf einer Länge von drei Kilometern 300 Höhenmeter zu bewältigen, um dann auf der Rückseite steil hinunter zu laufen.
Bis zu diesem Anstieg waren Holger Klingebiel und Detlef Erasmus noch gemeinsam gelaufen. Hier musste sich dann jeder sein Tempo selbst einteilen, um noch die letzten Kilometer zu schaffen.
Beim Verpflegungspunkt in Neustadt (43 km) kam dann endlich einmal die Sonne heraus. Hier konnten sich die Ultraläufer mit Wasser, Tee, Cola und isotonischen Getränken, aber auch mit Obst, Keksen, Kuchen und Schmalzbroten für die restliche Strecke stärken.
Und die Strecke hatte noch einige "Highlights" zu bieten. So verlief die Strecke noch gut vier Kilometerüber eine glatte Wiese und hatte auch noch einige giftige kleine Steigungen parat. Klaus Peschke ließ sich von seiner Frau an dieser Station seinen Schäferhund "Vimo" geben, der ihn dann ins Ziel begleitete. Als schnellster des SC-Lauftreffs lief Erasmus mit 4:45 Stunden knapp vor Klingebiel (4:48) ins Ziel. Beide belegten damit vordere Plätze in der Gesamtwertung der rund 300 Teilnehmer. Peschke kam mit seiner Zeit von 5:30 Stunden in der Altersklasse 65 auf einen tollen 3. Platz.
© Neue Deister-Zeitung, 11.05.2006