Von Bad
Münder
nach Mexiko in vier Stunden
10. Söltjerlauf wird zur Rekord-Veranstaltung: 715 Aktive legen mehr als 10 000 Kilometer zurück Von Jan-Erik Bertram
Leichtathletik. Zum Jubiläum gab's die erhoffte
Rekordflut. 715 Aktive absolvierten beim 10. Söltjerlauf
insgesamt 2796 Runden und legten dabei 10 624,8 Kilometer
zurück - ungefähr so viel wie von Bad
Münder
bis zur Westküste Mexikos. Die Organisatoren vom Lauftreff
des SC
Bad
Münder
hatten also allen Grund, zufrieden zu sein.
Der
Söltjerlauf ist mittlerweile einer der
größten Volksläufe der Region geworden -
und ist doch ganz anders, als andere Veranstaltungen. Denn die Zeiten
interessieren hier nicht, nur die gelaufenen Runden. Für jede
spendiert die Sparkasse Weserbergland einen Euro. In diesem Jahr darf
sich die Stiftung "Bad
Münder
Go Sports" also über 2796 Euro freuen.
Die Läufer genießen die entspannte
und familiäre Atmosphäre, gönnen sich auch
mal Gehpausen, schließlich ist die 3,8-Kilometer-Runde, auf
der es 60 Höhenmeter zu bewältigen gilt, vier Stunden
lang geöffnet. "Es ist eine nette Abwechslung zum Training",
sagt etwa Peer Röhner aus Hannover, der nach fünf
Runden genug hatte.
Die Besten liefen freilich um einiges länger.
Bei den Männern absolvierten drei Aktive jeweils
zwölf Runden (45,6 km), dreizehn weitere machten die
Marathondistanz voll, darunter Stephan Perpeet aus Hannover, der am
Wochenende zuvor noch einen 100-Kilometer-Lauf gefinisht hat. Auch die
drei besten Frauen legten nach jeweils elf Runden (41,8 km) noch die
nötigen Meter für einen Marathon drauf - das beste
Frauenergebnis in zehn Jahren. Vor allem auch bei Kindern kommt der Lauf gut an. Der
Pokal des Ortsrates Bad
Münder
für die größte angemeldete Gruppe ging an
die Grundschule Bad
Münder
mit 146 Anmeldungen. Weitere 100 Teilnehmer mobilisierten die
Abraham-Lincoln-Realschule und die Grundschule Bakede.
Neben dem Jubiläum erlebte der
Söltjerlauf auch eine Premiere: Weil alles so reibungslos
klappte, gönnten sich die Erfinder und Organisatoren des
Laufes, Jürgen Keller und Detlef Erasmus, die sonst nur beim
internen Vorlauf aktiv sind, jeweils auch eine Runde rund um die
Bergschmiede - die hatten sie sich auch verdient.. ©
Neue Deister-Zeitung, 23.06.2008 |