Beim Söltjerlauf kommt es nicht aufs Tempo an
Leichtathletik (jab). 2008 war Jubiläums- und Rekordjahr beim Söltjerlauf, den der Lauftreff des SC Bad Münder vor einem Jahr zum zehnten Mal veranstaltete. Bei der elften Auflage am morgigen Sonnabend werden keine neuen Bestmarken erwartet, eine ordentliche Stange Geld für den guten Zweck soll trotzdem zusammenkommen.




Bislang knapp 400 Voranmeldungen

Im vergangenen Jahr liefen 715 Teilnehmer 2796 Euro zusammen. Für morgen ist die Zahl der Voranmeldungen „etwas enttäuschend“, sagt Mit-Organisator Detlef Erasmus. Etwas mehr als 400 Starter haben bislang ihr Kommen zugesagt, mit den Nachmeldern „werden wir die 500 wohl erreichen“, glaubt Lauftreff-Chef Jürgen Keller. Damit es möglichst viele werden, hoffen Erasmus und Keller auf gutes Wetter. Heiß muss es nicht werden. „Hauptsache, es gibt keinen Dauerregen“, sagt Keller.

Der Söltjerlauf hat sich zu einem der beliebtesten Volksläufe der Region entwickelt. Das Besondere: Auf der 3,8-Kilometer-Runde durch den Süntel geht es nicht um Bestzeiten. Jeder Teilnehmer läuft so schnell und so lange er mag. Von 11 bis 15 Uhr ist die Strecke geöffnet, für jede gelaufene Runde spendiert die Sparkasse Weserbergland einen Euro – das erlaufene Geld geht in diesem Jahr an den Freundeskreis der Arbeitsloseninitiative Bad Münder.

Das vergleichsweise geringe Interesse am Söltjerlauf ist auch dem Tag der Niedersachsen in Hameln geschuldet. Dort präsentiert sich zum Beispiel der ESV Eintracht Hameln, der sonst mit seinen Läufern zum Stamminventar der Veranstaltung rund um die Bergschmiede gehört. „Wir haben aber einige neue Vereine dabei“, relativiert Erasmus, der sich zudem freut, dass die münderschen Schulen wieder mit zahlreichen Kindern vertreten sind.

Auf einen prominenten Starter müssen die Lauftreff-Verantwortlichen in diesem Jahr verzichten. Im vergangenen Jahr gab 100-Kilometer-Weltmeisterin Marianne Dahl den Startschuss. „Sie wäre gerne wiedergekommen“, sagt Erasmus. „Sie versucht aber aber am Wochenende in Stadtoldendorf einen Weltrekord im 24-Stundenlauf aufzustellen.“

Da im Start-Ziel-Bereich an der Bergschmiede nur wenige Parkplätze zur Verfügung stehen, wird wieder ein Fahrdienst vom Parkplatz der Spedition Schnelle (Süntelstraße 55) angeboten.