Freunde des Osterbergs sammeln für „go sports“-Stiftung
Bad
Münder (ndz). Alle Läufer starten gleichzeitig, wer zuerst das Ziel
erreicht, hat gewonnen. Das Grundprinzip vieler Laufveranstaltungen
wollten Cord Reinecke und Thomas Grahl, an Deister und Süntel als die
Lauffreunde des Osterbergs bekannt, aufbrechen – und luden zu einer
anderen Art des Wettkampfs ein: Sie kreierten einen Winterlauf zum
Süntelturm. Jetzt wurden die Sieger geehrt.
Das Besondere der neuen Reihe: Jeder Teilnehmer konnte seinen
Lauf-Zeitpunkt frei wählen. Im vergangenen Herbst begann die Serie, im
Frühjahr endete sie. Die Teilnehmer konnten zu jedem Zeitpunkt starten
und die Zeit nach festgelegten Regeln selbst stoppen. Nicht frei
gewählt werden konnte die Strecke: Reinecke und Grahl hatten eine echte
Herausforderung für die Teilnehmer parat – der Fünfeichsweg gilt als
steilster Aufstieg zum Süntelturm. „Meint man ihn geschafft zu haben,
wird der letzte Teil des Anstiegs erst erkennbar. Zu diesem Zeitpunkt
ist schon manch einem die Luft ausgeblieben“, erklärt Jürgen Keller,
Teilnehmer der Serie und versierter Süntel-Läufer.
Während sich einige Teilnehmer noch im Herbst auf den Weg zur Hohen
Egge machten, spekulierten viele Läufer auf ihre Frühjahrsform und
warteten auf das Ende des Winters. Zahlreiche Versuche, die vorgelegte
Bestzeit zu knacken, scheiterten an Eis und Schnee. Ein besonderer
Anreiz, mit dem die Organisatoren die Teilnehmer zur Höchstform
anstachelten: Der Zweitplatzierte sollte sie bei der Ausrichtung eines
Läuferfestes zur Preisübergabe unterstützen. Mit 21:09 Minuten sicherte
sich Jörg Schwanebeck den Sieg und den von Stephan Graf gestalteten
Pokal. Sein SC-Lauftreff-Kollege Jürgen Keller belegte Platz zwei und
musste Reinecke und Grahl beim Fest unterstützen. Schnellste Frau war
Ines Heinze in einer Zeit von 27:32 Minuten.
Beim Läuferfest
wurden Getränke und Essen spendiert – die Teilnehmer revanchierten sich
und spendeten für die Stiftung „Bad Münder go sports“. 102,50 Euro
wanderten in die Sammeldose der vom SC Bad Münder initiierten Stiftung,
die es sich zum Ziel gesetzt hat, den Sport und die Jugendprävention in
Bad Münder mit den jährlichen Ausschüttungen zu fördern. „Wer in Bad
Münder Projekte durchführen will, die insbesondere die sportliche
Betätigung von Jugendlichen fördern, kann auf Antrag beim SC oder über
die Sparkasse Weserbergland, wo die Stiftung verwaltet wird, eine
Förderung bekommen“, erklärt Keller.