Heinze zu gut drauf, um „nur“ Marathon zu laufen
Leichtathletik
(ndz). Sieben Läuferinnen, die über die Ultradistanz von 63,3
Kilometern beim Remscheider Röntgenlauf gemeldet hatten, stiegen schon
nach der Marathondistanz aus. Eine, die eigentlich „nur“ den Marathon
laufen wollte, lief einfach noch 21,1 Kilometer weiter: Ines Heinze vom
Lauftreff des SC Bad Münder.

Auch
nach 42,195 Kilometern noch bester Dinge – Ines Heinze
verlängerte ihren Lauf kurzerhand auf 63,3 Kilometer. Foto: pr.
Heinze
war lange mit ihren Lauftreffkollegen Detlef Erasmus und Imre Morva
zusammen gelaufen. Erasmus kam nach 4:12 Stunden als Zwölfter der
Altersklasse M50 ins Marathonziel, Morva brauchte nur drei Minuten
länger für die 42,195 Kilometer. Er hatte sich für seinen ersten
Marathon ein besonderes Datum ausgesucht: Seinen „Marathongeburtstag“.
Am Tag des Laufes war er genau 42 Jahre und 195 Tage alt.
Besonderes Datum für ersten MarathonKurz
danach kam auch Ines Heinze ins Ziel, hielt aber nicht an, „sondern war
so gut drauf, dass sie uns mitteilte, dass sie die Ultrastrecke
finishen will“, so Erasmus. 6:15 Stunden brauchte sie und war damit 15.
der Gesamtwertung. Schnellster Münderaner auf der Marathonstrecke, mit
fast 700 Höhenmetern war Holger Klingebiel, der in 3:58 Stunden
Gesamtplatz 48 unter 300 Teilnehmern belegte.
Mehr als 1000
Läuferinnen und Läufer nahmen die Halbmarathondistanz in Angriff,
darunter auch ein Trio vom SC. Schnellster war Jürgen Keller (1:48
Stunden), gefolgt von Matthias Stehn (1:54) und Kirsten Sieber (2:10).
Die
Zehn-Kilometer-Strecke, mit immerhin noch 150 Höhenmetern, bewältigten
vom Lauftreff Karen Erasmus in 58:48 Minuten sowie Grit Morva in 1:01
Stunden. „Ein lohnender Saisonabschluss“, sagt Erasmus, „obwohl keiner
von uns gedacht hatte, dass es in Remscheid so viele Hügel gibt.“
NDZ vom 29.10.2009